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Das Schwule Museum und seine Hommagen

1984 eröffnete im Berlin Museum mit »Eldorado« die allererste Ausstellung zur Geschichte und Kultur von homosexuellen Männern und Frauen in einem öffentlichen Museum. Die Gründung des Schwulen Museums erfolgt ein Jahr später, als Reaktion auf das große Interesse an dieser Präsentation. Wie sich schnell zeigte, kam lesbische und schwule Geschichte in den bestehenden Museen nicht vor oder wurde nicht unter diesem Gesichtspunkt gezeigt. Unsere Institution, getragen von einem gemeinnützigen Verein, hat sich zur Aufgabe gestellt, diese unterdrückte Geschichte zu erforschen, zu sammeln, zu bewahren und für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit 24 Jahren haben wir an unterschiedlichen Standorten vier bis fünf Ausstellungen im Jahr organisiert und ein umfangreiches Archiv aufgebaut. In unseren derzeitigen Räumen am Berliner Mehringdamm 61 wurden Projekte unter anderem von der Deutschen Klassenlotterie, der Kulturstiftung der Länder, dem Hauptstadtkulturforum und weiteren Organisationen unterstützt. Wir waren für lange Zeit das erste und einzige Museum seiner Art und wir sind ein wichtiger Faktor im Berliner Kulturleben, so nehmen wir z.B. immer an der Langen Nacht der Museen teil. Unsere Besucherstruktur ändert sich mit jedem Ausstellungsprojekt. Stammkunden sind schwule und lesbische Touristen aus aller Welt. Unsere Hommagen-Reihe findet vor allem auch beim bürgerlichen Kulturpublikum große Resonanz.

Hommagen gab es bisher zu Regisseuren, Literaten, Philosophen und den schillernden Stars der Unterhaltungsbranche. Anlässlich runder Jahrestage ehren wir eine Person, die entweder selbst homosexuell war, oder aber für Schwule oder Lesben eine besondere Bedeutung hatte.

Diese Hommagen sind liebevoll kritisch und ehren die Person und ihr gesamtes Wirken. Da wir meist die einzigen sind, die an das Jubiläum erinnern, erregen wir mit unseren Projekten ein beträchtliches Interesse in der Öffentlichkeit. Bisher wurden vorgestellt: Anita Berber, Tänzerin und Filmstar der 20er Jahre, der Schriftsteller Oscar Wilde, Hans Deppe, der Regisseur des deutschen Heimatfilms, Hubert von Meyering, Charakterdarsteller des deutschen Films seit den 20er Jahren, Adolf Wohlbrück, der schönste Mann des deutschen Films, der Schauspieler Gustaf Gründgens, O. E. Hasse, ein Star der 50er Jahre, der Philosoph Michel Foucault, Die Schauspielerinnen Marlene Dietrich und Greta Garbo, der Schriftsteller Thomas Mann, Zarah Leander, die Übermutter aller Schwulen, der Germanist Hans Mayer, der Regisseur Luchino Visconti, sowie die Filmemacher Rainer Werner Fassbinder und Rosa von Praunheim, der Bühnenbildner und Filmpionier Rochus Gliese, der Schauspieler Hans Heinrich von Twardowski, der Historiker Golo Mann wie auch der Filmemacher Werner Schroeter und die Regisseurin und Kamerafrau Elfi Mikesch. Zuletzt wurde am 6. Dezember 2010 zum 25. Jubiläum des Museums die Hommage an den Schriftsteller Jean Genet eröffnet.

Wolfgang Theis (Vorstand des Vereins der Freunde eines Schwulen Museums in Berlin e. V.)

www.schwulesmuseum.de

 

 

 

Cambridge, The Coton Footpath, 2010:
gemeinsamer Spazierweg von Ludwig Wittgenstein und Piero Sraffa
(Film: Jan Drehmel)

 

 

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