Button_english

 

Button_Ausstellung

Button_News

Button_Veranstaltungen

Button_Katalog

Button_Tagungsband

Button_Material

Button_Presseresonanz

Button_Veranstalter

Button_Links

Button_Kontakt

Button_Impressum

 

 

 

gefördert durch die

Logo_KSB-3

Untitled Document

LUDWIG WITTGENSTEIN
Verortungen eines Genies

Ausstellung im Schwulen Museum Berlin
18. März bis 13. Juni 2011
anlässlich des 60. Todestages

 

Ausstellungsfotos

kl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_01.pngkl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_02.pngkl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_03.pngkl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_04.pngkl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_05.png

kl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_06.pngkl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_07.pngkl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_08.pngkl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_09.pngkl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_10.png

kl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_11.pngkl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_12.pngkl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_13.pngkl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_14.pngkl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_15.png

kl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_16.pngkl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_17.pngkl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_18.pngkl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_19.pngkl_Wittgenstein_Ausstellungsrundgang_20.png

(Fotos: Jan Drehmel (6), Marian Stefanowski (14))

 

Der Philosoph Ludwig Wittgenstein (26.4.1889 – 29.4.1951) gilt als einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. Sein großer Bekanntheitsgrad verdankt sich unter anderem seinem charismatischen Wesen, das vor allem im Rekurs auf den Genie-Begriff des ausgehenden 19. Jahrhunderts verständlich wird.

Wittgenstein hat nicht nur philosophische Werke verfasst, die bis heute maßgeblich sind, sondern ihm eilt auch der Ruf, eine außergewöhnliche Persönlichkeit gewesen zu sein, voraus: er verfasste sein berühmtestes Werk, den Tractatus logico-philosophicus, in den Schützengraben des 1. Weltkriegs, verschenkte das beträchtliche elterliche Vermögen und gab seine Studien auf, um als Klostergärtner und Dorfschullehrer zu arbeiten. Leben und Werk Wittgensteins sollen daher in der Ausstellung »Ludwig Wittgenstein. Verortungen eines Genies« gemeinsam betrachtet werden.

Die Ausstellung möchte Wittgenstein in mehrfacher Hinsicht »verorten«: Zum einen geht es um eine Einordnung in die europäische Kultur- und Geistesgeschichte mit ihren ganz unterschiedlichen intellektuellen Strömungen: Wittgenstein pflegte Freundschaften mit dem Architekten Adolf Loos und dem Literaturkritiker Karl Krauss, den britischen Logikern Bertrand Russell und G. E. Moore ebenso wie mit den Philosophen des »Wiener Kreises« um Moritz Schlick; er schätzte den pazifistischen Schriftsteller Rabindranath Tagore und befand sich zugleich in engem Austausch mit dem Marxisten und Wirtschaftstheoretiker Piero Sraffa.

Der Ansatz der »Verortung« ist jedoch auch ganz buchstäblich zu verstehen: Wittgenstein wechselte häufig seine Wohnorte, pendelte regelmäßig zwischen seiner Geburtsstadt Wien, seinem Studien- und Lehrort Cambridge, sowie seinem Rückzugsort Skjolden in Norwegen. Die Ausstellung möchte diese verschiedenen Lebens- und Denkorte, mit den jeweiligen Freundes- und Kollegenkreisen, in denen Wittgenstein seine Gedanken erörterte, anschaulich machen. Ludwig Wittgenstein pflegte einen intensiven Austausch mit seinen Geschwistern, mit Freunden und Kollegen. Eine Medieninstallation wird daher aus Schriften, Tagebüchern und vor allem Korrespondenzen zitieren und so aufzeigen, wie Philosophie im Dialog zum lebendigen Prozeß werden kann.

Wittgenstein hat sich selbst und seine Positionen immer wieder in Frage gestellt und ist im Laufe seines Lebens zu stark divergierenden Ergebnissen gekommen. Sein während des 1. Weltkriegs verfasster »Tractatus logico-philosophicus« (»Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen« und »Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen«) revolutionierte die Theoretische Philosophie und wurde zu einem Grundlagenwerk analytischen Denkens; mit seinem Spätwerk – insbesondere den mehrfach überarbeiteten »Philosophischen Untersuchungen« (»Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache«) – formulierte er Grundlagen der Sprechakttheorie und wurde zum Mitbegründer sprachpragmatischen Denkens. Kennzeichnend ist jedoch sein stetes Ringen um Aufrichtigkeit und Klarheit und seine Suche nach dem »richtigen Leben«. Die Gegensatzpaare »Askese oder Sinnlichkeit« und »Sprechen oder Schweigen« bilden daher Leitmotive des Ausstellungs-Parcours´, die sowohl auf theoretische als auch private Konflikte und Lösungsansätze verweisen.

Veranstalter ist das Schwule Museum Berlin, das sich mit anspruchsvollen Hommagen und Themenausstellungen einen internationalen Ruf erworben hat. Das Projekt ist in einen Ausstellungszyklus über homosexuelle Denker und Philosophen eingebettet (2004: Michel Foucault).

gefördert durch die

Logo_KSB-1

 

in Kooperation mit

Wittgenstein Archive, Cambridge
www.wittgen-cam.ac.uk

Brenner-Archiv, Innsbruck
www.uibk.ac.at

 

Veranstalter

Logo_SM-1

 

Konzept und künstlerische Leitung

Jan Drehmel, Berlin
Kristina Jaspers, Berlin

 

Ausstellungsteam, Kooperationspartner, Leihgeber, Dank

 

 

 

Head-1